

 Stimmen zum Turnier vom Osterturnier 2005

Einige Verantwortliche hatten während des Turniers 2005 Zeit und gaben der Redaktion www.bv04.com ein Interview bzw. eine kurze Stellungsnahme.  Michael Becker, Turnierleiter 2006

Der Jugendtrainer hatte sehr schnell mein Talent entdeckt, und mich über den Vorstand zu einem Schiedsrichter Lehrgang angemeldet. Mit 17 pfiff ich mein erstes Fußballspiel, denn für das Spiel mit dem Ball hatte ich weniger Talent. Michael Becker kommt ins erzählen.
Zu meiner besten Zeit habe ich auch Spiele in der Bundesliga begleitet.
Der Neue Turnierleiter des NOKIA-debitel-cup ist glücklich und zufrieden.
Red. com: Michael wie fühlst du dich nach diesem Turnier?
Michael Becker: Glücklich und sehr ausgefüllt und zufrieden. Wir haben in diesem Jahr alle Trümpfe auf unserer Seite gehabt, sei es das Wetter, äußerst zufriedene Sponsoren, ein hochkarätiges Fußballturnier, außergewöhnlich gute Spiele.
Red. Com: Michael, gibt es Punkte der Kritik, so kurz nach dem Turnier?
Michael Becker: So kurz nach dem Turnierende kann ich noch nichts sagen, die allgemeine Resonanz war überwiegend positiv. Keine Klagen, von allen Seiten nur Lob und Anerkennung für dieses gelungene Turnier. Der Trainer von Real Madrid Nebosja Milicic war von dem Turnier vollkommen begeistert. Solch eine Leistungsdichte auf einem Turnier hätte er noch nicht erlebt. Es gab kein Spiel welches man auf die leichte Schulter nehmen konnte, in jedem Spiel war man gefordert, und gezwungen sein Bestes zu geben.
Red. Com: Real Madrid war zweifellos ein Glücksgriff seitens der Turnierleitung.
Michael Becker: Ja, das stimmt, wir wollten immer Real Madrid haben. Eine außergewöhnlich sympathische Mannschaft ohne irgendwelche Starallüren. Geduldig was das schreiben von Autogrammen betrifft, sportlich eine Bereicherung für unser Turnier.
Red. Com: Michael du bist jetzt ins erste Glied der Turnierleitung gerückt, was wünschst du dir für das nächste Jahr?
Michael Becker: Der erst Wunsch liegt schon als Anfrage auf dem Tisch. Juventus Turin möchte gern für das Turnier 2006 eingeladen werden. Ansonsten wünsche ich mir das diese hervorragende Zusammenarbeit aller Organisatoren im nächsten Jahr genauso hervorragend funktioniert. Es war einfach Traumhaft, wie alles funktioniert hat. Darum von dieser Seite allen Helfern einen recht herzlichen Dank. Es war einfach fantastisch.
Red. Com: Dem möchte ich nichts mehr hinzufügen.  Klaus Peters, Kassierer

Beim ersten BV-Turnier 1963 war er schon im Kader, ein Jahr später beim 2. Turnier 1964 stürmte er als Linksaußen für den BV. Im dritten Turnierjahr hieß es bei den Vorbereitungen, „der macht ne Lehre bei der Bank, der hilft bei der Turnier - Kasse“.
Zwischendurch stand er auch als verantwortlicher Trainer der A-Jugend an der Seitenlinie und betreute die Turniermannschaft des BV. Heute, 43 Jahre später findet man Ihn immer noch in verantwortlicher Position an der Kasse. Klaus Peters, ein Urgestein des BV-Turniers
Red. Com.: Klaus was machst du nächstes Jahr Ostern?
K.P.: Ich werde wahrscheinlich wieder die Kasse des Turniers verwalten.
Red. Com.: Wie ist das Turnier aus deiner Sicht verlaufen?
K.P.: Ich bin mit dem Verlauf des Turniers sehr zufrieden, und freue mich über die Entwicklung die das Turnier in den Jahren durchgemacht hat. In den ersten Turnieren musste ich noch den Sportgroschen an den Verband abführen. Heute ist die Entwicklung so weit fortgeschritten, dass ich zum Beispiel im Internett nachlesen kann was ich vor ein paar Stunden selbst gesehen habe. Des weiteren hat sich der Fußball enorm weiterentwickelt, athletischer, dynamischer und dabei auch schön anzusehen.
Red. Com.: Hast du alle Spiele sehen können?
K.P. Alle Spiele konnte ich mir nicht ansehen, aber unser Mannschaft habe ich mir schon genau angesehen, und ich möchte sagen, sie haben sich sehr gut aus der Affäre gezogen. Auf dieser Turnierleistung lässt sich aufbauen. Dem Trainer möchte ich ein Lob aussprechen, er hat die Jungs gut trainiert. Die Mannschaft machte zu jeder Zeit einen frischen Eindruck.
Red. Com.: Vielen Dank Klaus und bis zum nächsten Jahr. 


 Rainer Schäfer, 1. Vorsitzender

Red. Com.: „Rainer Schäfer herzlichen Glückwunsch zu dem gelungenen Turnier.“
Rainer Schäfer: Vielen Dank, aber die Blumen möchte ich nicht annehmen, ich bin zwar erster Vorsitzender des Vereins, bin aber nur ein kleines Rädchen im Räderwerk des Turniers. Lutz Meyer, der hier gerade seine Turnierzigarre raucht gehört der Dank.
Red. Com.: Rainer du warst in den 70ger Jahren selbst bei BV aktiv?
Rainer Schäfer: Ja das stimmt. 1971 bin ich mit der Mannschaft westdeutscher B-Jugendmeister geworden.
Red. Com.: Hast du selbst gespielt oder warst du im erweiterten Kader?
Rainer Schäfer: Nein, ich habe im Zentralen Mittelfeld gespielt, und ich hatte das Glück das ich zweimal 1972 und 1973 das A-Jugendturnier spielen konnte.
Red. Com.: Rainer, wie war dein Eindruck von diesem Turnier.
Rainer Schäfer: Das Turnier war sehr stark besetzt und die Leistungsdichte der einzelnen Teams hat mich am meisten überrascht. Jedes Team war sehr gut auf diese Tage vorbereitet, nichts war dem Zufall überlassen worden. Alle Teams spielten auf einem sehr hohen Niveau.
Angenehm und positiv überrascht war ich vom Fair play der Teams, man sah keine Nicklichkeiten und die Grenzen des Erlaubten wurde nicht einmal überschritten. Man sieht, das auch auf diesem Gebiet viel in den Vereinen gemacht wird. Besonders stolz bin ich auf das Dargebotene unserer Mannschaft, Hut ab da haben wir eine tolle A-Jugend. Sie spielte in jedem Spiel gut mit und war in allen Belangen vorbildlich. Das läst für die kommenden Aufgaben sprich Festigung des Tabellenplatzes hoffen.
Red. Com.: Von Juventus Turin spricht kaum einer mehr, wie kommt es?
Rainer Schäfer: Kein Wunder wenn man die Spiele von Grasshopper Zürich gesehen hat.
Das war doch wohl absolute Sahne. Da sieht man das diese Mannschaft in deren Reihen 12 aktuelle Jugendnationalspieler spielen keine Notlösung war. Ich meine sogar, das hätte für den Zuschauer nicht besser kommen können. Man darf nicht vergessen. Die Schweiz ist
U-17 Europameister und die U-19 WM-Dritter.
Red. Com.: Vielen Dank für das Gespräch und noch einen schönen Turnierverlauf.
Rainer Schäfer: Abschließend möchte ich den vielen Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz danken. Ohne Sie kann man solch ein Turnier nicht bestreiten und darum bin ich auch ein ganz kleines bisschen Stolz, das der BV das so toll gemeistert hat.  Heinz Küster, Trainer

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|  Heinz Küster und seine Mannschaft
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Hallo Heinz, ich möchte dir im Vorfeld des Turniers ein paar Fragen stellen. Wie ich sehe bist du schon wieder mit den Vorbreitungen für das Turnier beschäftigt. Was ist denn jetzt gerade aktuell?
Heinz Küster: Ich organisiere gerade die Helfer für das Turnier. Welcher Helfer wo während der Turniertage steht, wer ihn ablöst, wann er was zu essen bekommt.
Red. com.: Das ist ja alles bis auf das kleinste i – Tüpfelchen geplant.
Heinz: Natürlich, an den Turniertagen soll das alles wie am Schnürchen laufen.
Red. Com: Wie viele Helfer werden in den Turniertagen für einen reibungslosen Ablauf sorgen?
Heinz: Das kann ich dir gar nicht so schnell beantworten. Da sind die einzelnen Stationen jeden Tag doppelt zu besetzen. Da ist der Auf- und Abbau der Anlage. Reinigungskräfte für die Pausen und nach dem Spiel.
Red. Com: Wer genau hilft denn da?
Heinz: Gut gestern z. B. hat die B-Jugend die schweren Trenngatter auf die einzelnen Positionen getragen. Die A-Jugend übernimmt den Abbau nach dem Turnier.
Red. Com: Also, der ganze Verein hilft.
Heinz: Das kann man so sagen, alle helfen mit das dass Turnier gut gelingt. Sei es bei den Kleinen, da springen dann die Väter und Mütter ein, machen Kassendienst, oder Ordnungsdienst, die Balljungen sind schon etwas größer, jeder im Verein trägt was dazu bei.
Red. Com: Vielen Dank und viel Erfolg.  Das Duo, Manfred und Wolfgang

Wie lassen sich die beiden Stadionsprecher sonst in aller Kürze beschreiben.
Manfred Castor und Wolfgang Jansen begleiten dieses Turnier schon seit über 10 Jahren und sie gehören dazu wie die Butter zum Brot.
Red. Com.: So kurz nach dem Turnier, seit ihr froh das es zu ende ist?
Manfred: Ich würde lügen wenn ich nein sagen würde.
Wolfgang: Froh das es vorbei ist, ja, aber morgen schon freuen wir uns auf das nächste Jahr, wenn es dann heißt 44.NOKIA-debitel-cup.
Red. Com.: Ihr macht das jetzt schon seit über 10 Jahren, gibt es da keinen Einspruch von zu Hause, das die Familie sagt, dieses Jahr bleibst du mir zu Hause?
Manfred: Nein wir haben beide verständnisvolle Ehehälften, und unsere Familien kommen auch zu den Spieltagen, um sich einige Begegnungen anzusehen.
Red. Com: Bei der Arbeit am Mikrofon, habt Ihr ja nun schon einige Turniere erlebt, wie würdet ihr dieses Turnier einordnen.
Wolfgang: Dieses Jahr haben wir ein besonderes Turnier gesehen. Die Spiele standen auf einem sehr hohen Niveau. Taktik und Ballbeherrschung waren überdurchschnittlich gut. Es gab kaum grobe Faulspiele, die Spieler sind sehr gut ausgebildet, das war Fußball vom Feinsten.
Manfred: Schade für jeden Fußballfan der in diesen Tagen nicht auf der Anlage war. Hier wurde dem Zuschauer tolle Spiele gezeigt.
Red. Com: Seit ihr nächste Jahr wieder hier?
Manfred: Natürlich. Unser Engagement wird jedes Jahr mit einem Handschlag verlängert, da bedarf es keiner langen Vertragsverhandlung. Und uns macht es Spaß durch dieses Turnier die Mannschaften, Verantwortlichen und Zuschauer zu begleiten.
Red. Com: Vielen Dank und bis zum nächsten Jahr  WZ: vom 29.3.2005: Jungstars im Schlaraffenland

Die Nachwuchskicker von Real Madrid waren besonders umschwärmt
Schon' so manche Profikarriere nahm hier ihren Anfang. Das gestern zu Ende gegangene A-Junioren- Fußballturnier um den Nokia- Debitel-Cup beim BV 04 diente bereits Fußball-Größen wie Kevin Kuranyi oder Kaka als Sprungbrett in eine goldene Zukunft. Fast nirgendwo sonst bekommen die Akteure im Alter zwischen 16 und 19 Jahren die Gelegenheit, sich auf solch hohem internationalen Niveau zu messen. Und fast nirgendwo sonst werden die Jungspunde, die allesamt das Berufsziel,,Profifußball" ansteuern. so hofiert wie an der Roßstrasse.
,,Die Verpflegung und die Unterkunft sind einfach Extraklasse". schwärmt etwa Uwe Hünemeier, der Abwehrchef der siegreichen Dortmunder Borussia, kurz nachdem er den Ehrenpreis als bester deutscher Nachwuchsspieler in Empfang nehmen durfte. Der 18-jährige Schüler ist beim BVB zum Jugendnationalspieler gereift, also bereits ein Weitgereister in Sachen Fußball. Doch die Nächte im Vier-Sterne-Hotel. der Lindner-Gruppe zählen selbst für das zur deutschen U19-Elite zählende Talent zu den unvergesslichen Momenten einer mit Höhepunkten bespickten Saison. ,.Hier wird einem wirklich jeder Wunsch von den Lippen abgelesen", schwärmt Hünemeier, der ansonsten meist mit den landesüblichen Sportschulen Vorlieb nehmen muss.
Luxus ist beim Nokia-debitel- Cup Standard, und damit entspricht der Komfort der Veranstaltung ganz den Vorstellungen der ,,Königlichen" von Real Madrid. Die erstmalig am Turnier teilnehmenden Spanier wurden nicht nur auf dem Platz mit Bewunderung bestaunt, auch außerhalb waren sie der Anziehungspunkt zahlreicher Blicke. Bei der am Sonntag durchgeführten Players Night erfreuten sich die Real-Kicker intensiver weiblicher Zuwendung. Ein Foto mit einem vermeintlichen zukünftigen Madrilenen-Star war dem weiblichen Geschlecht wichtiger als das Geschehen auf der Tanzfläche. Und die Spieler des weltweit renommiertesten Klubs genossen es sichtlich. im Fokus des Interesses zu stehen. Normalerweise steht nach dem Spiel Bettruhe auf dem Programm.
Von Markus Giesenfeld  Düsseldorf: NRZ vom 30.März 2005:

 Real Madrid war begeistert, Schalke 04 hat schon zugesagt

BV-OSTERTURNIER / Organisation wurde mit Lob überschüttet, BVB
kommt wieder und Grasshopper Zürich wäre am liebsten hier geblieben.
Als gestem Abend um 19.30 Uhr die Landesliga-Fußballer des BV 04 den Platz an der Hans-Böckler-Straße zum Training betraten, erinnerte nichts mehr an 17 000 Zuschauer, Klassesport, Real Madrid, Würstchenbuden und Bierzelte. Die freiwilligen Helfer der Derendorfer hatten ganze Arbeit geleistet und die provisorische Tribüne, die Imbissbuden, Sponsorenbanner und Werbetafeln entfemt. Dennoch, den 43. NOKIA-debitel-Cup, um den am Osterwochenende beim BV 04 gekämpft wurde, wird noch lange in den Köpfen der Helfer, Spieler, Trainer und Organisatoren bleiben.
,,Wir sind von allen Seiten mit Lob überschüttet worden", freut sich Michael Becker, der im kommenden Jahr die Turnierleitung von Lutz Meyer übernimmt.
,,Wir mussten alles geben"
Auch die A-Junioren von Real Madrid waren begeistert. Trainer Nebojsa Milicic lobte: ,,Das war perfekt organisiert. Wir haben noch nie ein so intensives Tumier gespielt. Bei anderen Tumieren spielt man immer mal wieder gegen schwache Teams. Aber in Düsseldorf mussten wir von der ersten bis zur letzten Minute alles geben. Super!" Fast selbstverständlich, dass Real-Coach Milicic sogleich darum gebeten hat, im nächsten Jahr wieder eingeladen zu werden. So wie alle anderen Mannschaften.
,,Grasshopper Zürich wäre am liebsten gleich hier geblieben und hätte sich auf das nächste Tumier vorbereitet", schmunzelte Becker, ,,aber bisher stehen erst vier Mannschaften fest, die auf jeden Fall im nächsten Jahr dabei sind."
Gastgeber BV 04 und Fortuna sind gesetzt, Borussia Dortmund als Titelverteidiger ebenfalls. Außerdem hat Schalke 04 bereits die Zusage erhalten. In diesem Jahr mussten die Gelsenkirchener absagen, weil sie als Titelverteidiger bei Olympia Laupheim im Einsatz waren. Die übrigen Teams werden ab Sommer gesucht. ,,Wir warten ab, bis die Saison zu Ende ist', erklärt Becker, ,,schließlich ist die Championsleague-Teilnahme Qualifikationskriterium. Außerdem wollen wir eine exotische Mannschaft einladen. Also ein brasilianisches, chinesisches oder afrikanisches Team.
Piet Keusen

Die Kicker von Borussia Dortmund wollten gar nicht mehr auftrören zu jubeln. Turniersieg, Wanderpokal, bester Mittelfeldspieler, offensivste Mannschaft, bester deutscher Spieler. Fünf Trophäen verdiente sich der Nachwuchs des Bundesligisten beim 45. A-Junioren- Ostertumier des BV 04. Und alle wurde mit La-Ola- Welle und Freudenschreien ausgiebig bejubelt. Nachdem der völlig überraschte Uwe Hünemeier den Scheck über 1000 Euro als bester Nachwuchsspieler erhalten hatte und von den Teamkollegen natürlich ausgiebig bejubelt wurde, musste er sich erst einmal sammeln.
Caliskan und Stürmer Amachaibo glänzten
Verriet dann aber: ,,Wir hatten uns für dieses Turnier viel vorgenommen. Weil die Hinrunde in der Liga nicht gut lief, wollten wir was gut machen." Das gelang in der Tat eindrucksvoll. In souveräner Manier gewann der BVB das diesjährige Osterturnier des BV 04. Im Finale des NOKIA-debitel-Cups behielten die Schwarz-Gelben gegen Newcastle United durch einen Treffer von Kosi Saka (57.) die Oberhand. Was nach mauer erster Halbzeit aufgrund einer Steigerung nach der Pause auch verdient war. ,,Nur im Halbfinale gegen Real Madrid war es eng. Ansonsten haben wir alle Partien dominiert", resümierte Coach Theo Schneider stolz. Nicht nur im Finale glänzte Spielmacher Nizamettin Caliskan mit feiner Technik und überragenden Pässen, er wurde zurecht zum besten Mittelfeldspieler gewählt. Im Sturm zauberte Abdenour Amachaibo, der mit drei Treffern und einem verwandelten Elfmeter zu den Toptorjägern gehört und sich anschließend festlegte. "Ich werde für Deutschland spielen", verkündete das vom marokkanischen U- 19-Trainer beobachtete Talent.
Guten Fußball boten die zwölf Teilnehmer an den vier Turniertagen nahezu durchgehend. Die Lokalmatatadoren vom BV und der Fortuna hielten ordentlich mit. Die Flingerner schalften den Sprung ins Viertelfinale und waren selbst überrascht. ,,Damit hat doch niemand gerechnet", staunte Trainer Harald Becker, ich habe ja nicht einmal ein Mittagessen eingeplant." Das wurde schnell organisiert.
Gestärkt überzeugte Fortuna auch im Viertelfinale gegen Newcastle. Doch nach Elfmeterschiessen musste sich das Becker-Team geschlagen geben.
Real Madrid - der lang gehegte Traumgast aller BV-er - überzeugte mit dem dritten Rang ebenso wie die viertplatzierten Grasshopper Zürich. Eine Enttäuschung war hingegen das Abschneiden der türkischen U-19-Nationalelf. Bereits in der Qualifikationsrunde war nach schwachen Auftritten für die bunt zusammen gewürfelte Truppe Schluss.
Die 43. Auflage war zugleich der Abschied von Lutz Meyer als Turnierleiter. Und der konnte nach sechs Jahren als Chef mit dem Wissen, sich alles erfüllt zu haben, ins „zweite Glied" rücken: „Das Turnier ist auf höchstem Niveau etabliert. Die Messlatte für meinen Nachfolger Michael Becker liegt sehr hoch." Als Abschiedsgeschenk durfte Meyer noch einen Rekord verkiiriden: 17 000 Zuschauer an vier Tagen - das gab es noch nie!  Düsseldorf: NRZ vom 29. März 2005

 Der erste Heimtreffer seit fünf Jahren

STINKSAUER: Wütend war das Trainergespann der türkischen U-19-Nationalmannschaft wegen des schlechten Abschneidens ihres Teams. Ohne Sieg schieden die Türken am Sonntag in der Zwischenrunde gegen Grasshopper Club Zürich aus. Daraufhin buchte Trainer Unal Karaman die Flüge kurzerhand von Montag auf Sonntag vor. So verließ das Team Deutschland schon kurz nach der Pleite. Bayer Leverkusen und der VfB Stuttgart reisten ebenfalls am Sonntag ab.
ÜBEL: Fußball zum Würgen erlebte Schiedsrichter-Assistent Pascal Dey in Benrath. Kurz bevor er die Partie Newcastle gegen Stuttgart winken musste, aß Dey eine Thunfischpizza und zog sich so eine Lebendsmittelvergiftung zu. Nach 30 Spielminuten ging gar nichts mehr. Auch Stuttgarter Magentropfen hatten nicht geholfen. Dey ließ sich von Kolle gin Marija Kurtes ersetzen und stürmte in die Schiedsrichterkabine ...
TELEFON: Ein ehrlicher Finder lieferte am Sonntag ein Handy bei Stadionsprecher Manfred Castor ab. Als der glückliche Besitzer sein Mobiltelefon abgeholt hatte, verkündete Castor: „Damit haben wir einen Tombola-Preis weniger."
VOLLJÄHRIG: Thomas Johrden war das Geburtstagskind des BV-Turniers. Gestern wurde der Bremer Kicker 18 und bei der Players night, der Fußball-Party im Alten Kesselhaus, von seinen Mannschaftskollegen und Trainer Mirko Votava gebührend gefeiert.
SPORTDIREKTOR: Ex-Fortune Anthony Baffoe gab sich die Ehre und in einem Interview seine Berufswünsche bekannt: „Ich wollte nie Trainer werden. Aber Sportdirektor, dann kann man die Trainer nämlich feuern."
GASTGEBER: Auch wenn der BV 04 wie in den vergangenen Jahren nichts gewann, so brach Trainer Sahsi Ulas doch zwei Serien: „Wir haben das erste Tor seit fünf Jahren geschossen und sind seit zehn Jahren das erste Mal in Führung gegangen. Zudem hat die Mannschaft sich toll präsentiert und die großen Teams gefordert." UBERRAGEND: Auszeichnungen für besondere Leistungen erhielten Torhüter Manuel Huber (Zürich), Verteidiger Kodai Watanabe (Japan), Mittelfeldkicker Nizamettin Caliskan (Dortmund) sowie Stürmer Liam Atkin (Newcastle). Der Preis (1000 Euro) für den besten deutschen Spieler ging an Uwe Hünemeier (Dortmund).  Gedanken an Turin

NEWCASTLE / Im Viertelfinale wurde Coach Peter Beardsley von der Vergangenheit eingeholt.
Irgendwann holt einen die Vergangenheit immer ein. So auch Peter Beardsley. Am Ostersonntag des BV-A-JuniorenTurniers kamen die von ihm trainierten Nachwuchskicker des englischen Premier-Ligisten Newcastle United im Viertelfinale gegen die Fortuna nicht über ein 1:1 nach regulärer Spielzeit hinaus - was die Entscheidungsfindung im Elfmeterschießen bedeutete.
Ausgerechnet das Duell Kikker gegen Torhüter! So wie schon am 4. Juli 1990 in Turin. Da traf Beardsley als Außenstürmer mit der englischen Nationalelf im WM-Halbfinale auf die deutsche Auswahl - und verlor bekanntermaßen. „Als wir gegen Fortuna ins Elfmeterschießen mussten, flitzten mir schon Gedanken an das Spiel in Turin durch den Kopf', I gestand der 44-Jährige ein. „Und beim Stand von 5:5 rutschte mir das Herz in die Hose." Schließlich haben Teams von der Insel so ihre Probleme mit der „Elfer-Lotterie". Doch Andrew Carroll versenkte den Ball im Netz, was die Schwarz-Weißen ins Halbfinale brachte. „Ein gewonnenes Elfmeterschießen - sehr untypisch für ein englisches Team", scherzte Beardsley trocken britisch.
Seit November vergangenen Jahres ist der ehemalige technisch versierte Flitzer Nachwuchscoach bei den „Magpies". Ambitionen auf einen Cheftrainer-Posten im Seniorenbereich hat er aber nicht: „Ich arbeite lieber mit den Jungs. Es macht einfach Spaß. Zudem hatte ich eine sehr gute Karriere und ich will unseren Talenten die Chance geben, ähnliches zu erreichen."
 "So weit ich weiß, machen wir die beste Jugendarbeit

REAL MADRID / Alberto Lora Ramos kennt Superstar Raul nur aus dem Fernsehen. Starallüren sind dem Mannschaftskapitän völlig fremd.
„Galaktisch", „königlich", „das weiße Ballett". Auf Superlative besitzt Real Madrid ein Abo. Doch gefärbte Haare, goldene Fußballschuhe und Starallüren scheint Alberto Lora Ramos überhaupt nicht zu kennen. Verschmitzt lächelt der Kapitän der A-2-Junioren, verteilt Küsschen, gibt Autogramme und plaudert über seine (voraussichtlich) große Zukunft.
Erinnerungen an Roberto Carlos
Da orientiert sich der Mittefeldmotor, der ein bisschen an Roberto Carlos erinnert, an seinem Vorbild: „Raul!" Der Stürmerstar wurde ebenfalls in Madrid geboren, fing in der Real-Jugend an und ist heute aus dem spanischen Nationalteam nicht mehr wegzudenken. „Es ist also nicht unmöglich", hofft Lora, der Raul bisher nur aus dem Fernsehen kennt. Das Trainingsgelände der Jugend liegt an einer anderen Stelle als das der Profis. Das ändert sich erst, wenn der Sprung in die zweite oder dritte Senioren-Mannschaft gelingt.
Deshalb ist der Druck auf die Jugend riesig. Real scoutet spanienweit, um früh die besten Spieler beisammen zu haben. Ausländer werden selten verpflichtet, weil diese in der zweiten und dritten Liga nicht eingesetzt werden dürfen. „Eigentlich steht die Ausbildung der Spieler im Vordergrund", erzählt Lora, der am Karfreitag seinen 18. Geburtstag feierte. „Aber Titel sollen, wenn möglich, auch geholt werden." Damit kann Lora dienen. Seit sechs Jahren trägt er das Real-Trikot, wurde seitdem sechsmal Stadtmeister. Weil in Spanien keine landesweite Meisterschaft ausgetragen wird, fehlt Lora aber eine wichtige Komponente: das Duell mit dem FC Barcelona.„Die Rivalität zwischen beiden Klubs gibt es schon bei den ganz jungen Mannschaften", erzählt er mit funkelnden Augen, „deshalb freuen wir uns immer, wenn wir bei Turnieren aufeinander treffen." Eines wird allerdings schnell klarstellt: „Soweit ich weiß machen wir die beste Jugendarbeit", schmunzelt Lora.
Davon konnten sich die Zuschauer beim BV-Turnier überzeugen. Zwar sprang nach guter Leistung nur der dritte Platz heraus. Sympathien haben die Spanier trotzdemgewonnen. Auf dem Fußballplatz und daneben. Bei der „Players-Night" machte Real die Stimmung. Die Nachwuchs-Stars feierten galaktisch, flirteten königlich tanzten wie das weße Ballett. 
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